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Franz Wegener
Aktuelle Perspektiven auf Wirtschaft & Politik
Blog – Aktuelle Perspektiven
In meinem Blog nehme ich aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen unter die Lupe – und frage konsequent: Stärkt das den mündigen Bürger, oder unterwirft es ihn einer neuen Form der Bevormundung? Die Beiträge vertiefen Themen aus meinen Publikationen und ordnen aktuelle Ereignisse in diesen größeren Zusammenhang ein.


Das berühmte Experiment, das vielleicht gar nicht stimmt
Wie ein paar Wörter Menschen angeblich langsamer gehen ließen – und was das Florida-Experiment über die Verhaltensforschung verrät Ich möchte mit einem Experiment beginnen, das fast zu schön ist, um wahr zu sein. Einige junge Studenten sitzen in einem Labor und sollen aus vorgegebenen Wörtern Sätze bilden. Eigentlich nichts Besonderes. Doch ein Teil der Teilnehmer bekommt dabei immer wieder Begriffe zu sehen, die unauffällig mit Alter verbunden sind: „grau“, „vergesslich“, „F

Franz Wegener
vor 11 Stunden6 Min. Lesezeit


Dark Patterns und Sludges: Wenn die Benutzeroberfläche gegen uns arbeitet
Warum Kündigen, Ablehnen und Löschen oft erstaunlich schwer sind – und was das mit Verhaltensökonomie zu tun hat Sie kennen das bestimmt auch: Ein Abonnement über das Internet ist schnell abgeschlossen. Zwei Klicks, vielleicht drei. Die Kündigung dagegen beginnt mit einer Suche. Man klickt auf „Konto“, dann auf „Einstellungen“, anschließend auf „Mitgliedschaft verwalten“. Dort findet sich zunächst ein Hinweis auf alle Vorteile, die man verlieren würde. Danach ein günstigeres

Franz Wegener
vor 6 Tagen5 Min. Lesezeit


Kapitalrente: vernünftige Vorsorge oder staatliches Self-Nudging?
Wenn der Staat für uns vorsorgt – und dabei zugleich entscheidet, wie viel Entscheidung er uns noch zutraut Stellen wir uns einen Arbeitnehmer im Jahr 2028 vor. Er öffnet seine Gehaltsabrechnung und entdeckt einen neuen Posten. Ein halbes Prozent mehr für die Altersvorsorge. Später soll daraus mehr werden. Sein Arbeitgeber zahlt ebenfalls ein. Das Geld verschwindet nicht im großen Topf der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern landet auf seinem persönlichen Kapitalkonto un

Franz Wegener
27. Sept.6 Min. Lesezeit


Organspende: Kann Schweigen Zustimmung bedeuten?
Jetzt greife ich ein heikles Thema auf: Die Diskussion über die sogenannte Widerspruchslösung bei der Organspende bricht in regelmäßigen Abständen erneut aus. Mir ist klar, weshalb das Argument der Befürworter zunächst überzeugend erscheint und von einem humanitären Geist geprägt zu sein scheint: Es mangelt an Spenderorganen, Menschenleben sind in Gefahr, und eine simple Umkehrung der Standardeinstellung – wer zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widerspricht, gilt automatisch als

Franz Wegener
7. Sept.4 Min. Lesezeit


Nur Brot und Milch? – warum der Einkaufswagen trotzdem voll wird
Von Einkaufslisten, Sonderangeboten und der stillen Macht der Umgebung Eigentlich wollte ich nur Brot, Milch und ein paar Äpfel kaufen. So stand es jedenfalls auf meinem Einkaufszettel. Eine überschaubare Angelegenheit. Zehn Minuten, dachte ich. Vielleicht fünfzehn, falls an der Kasse wieder jemand meint, seinen Wocheneinkauf mit Kleingeld bezahlen zu müssen. Eine halbe Stunde später stand ich vor meinem Auto und verstaute zwei Einkaufstaschen im Kofferraum. Neben Brot, Milch

Franz Wegener
9. Aug.5 Min. Lesezeit


Warum ich über das Thema Verhaltensökonomie schreibe
Vor einigen Jahren saß immer wieder ein junger Mensch vor mir, der sich im ganzen Durcheinander von Arbeitsagentur und Jobcenter kaum noch zurechtfand. Hier eine Maßnahme, dort ein Gespräch, dann wieder ein neues Schreiben. Am Ende sollte er sich für eine Ausbildung entscheiden. Oft lagen dabei Formulare auf dem Tisch. Manchmal hießen sie auch „Eingliederungsvereinbarung“, manchmal „Kooperationsplan“. Die Namen wechselten, das Grundprinzip blieb häufig gleich: Eine Möglichkei

Franz Wegener
1. Aug.3 Min. Lesezeit


Was Ordoliberalismus mit Mündigkeit zu tun hat
Wer den Ordoliberalismus nur als deutsche Fußnote zur Wirtschaftsgeschichte kennt – als das theoretische Vorspiel zur sozialen Marktwirtschaft, längst durch modernere Ansätze überholt –, übersieht den Kern der Sache. Für mich ist der Ordoliberalismus vor allem eines: eine Antwort auf die Frage, wie viel man dem Einzelnen zutraut. Und genau diese Frage ist es, die mich in Der gesteuerte Mensch umtreibt, wenn ich den Homo oeconomicus gegen die Verhaltensökonomie verteidige. Die

Franz Wegener
22. Juli3 Min. Lesezeit
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