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Franz Wegener
Aktuelle Perspektiven auf Wirtschaft & Politik
Blog – Aktuelle Perspektiven
In meinem Blog nehme ich aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen unter die Lupe – und frage konsequent: Stärkt das den mündigen Bürger, oder unterwirft es ihn einer neuen Form der Bevormundung? Die Beiträge vertiefen Themen aus meinen Publikationen und ordnen aktuelle Ereignisse in diesen größeren Zusammenhang ein.


Warum reden wir plötzlich wieder vom Hufeisen? Die Hufeisentheorie.
Ein vierzig Jahre altes Bild erklärt plötzlich wieder die Gegenwart – aber nur, wenn man es richtig liest Es gibt politische Begriffe, die verschwinden für Jahre aus der öffentlichen Debatte und dann urplötzlich sind sie wieder da. Das „Hufeisen“ gehört dazu. Lange wirkte die Hufeisentheorie wie ein Relikt aus politikwissenschaftlichen Seminaren der alten Bundesrepublik: links die einen Extremisten, rechts die anderen, dazwischen die demokratische Mitte. Ein einfaches Bild. V

Franz Wegener
vor 4 Tagen7 Min. Lesezeit


Das neue Hufeisen
Ein Prolog zu einer Serie über die Ränder der Demokratie Ich saß neulich bei meinem Italiener, schlürfte meinen Kaffee und spitzte die Ohren: Ein Mann am Nachbartisch diskutierte mit seinem Freund und sagte etwas, das mir den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf ging: "AfD, Linke, ist doch eh dasselbe. Die wollen doch beide nur, dass alles kaputtgeht." Vor einigen Jahren hätte ich das einfach als typischen Stammtisch-Zynismus abgehakt und meinen Kaffee weitergetrunken. Wenige T

Franz Wegener
4. Okt.3 Min. Lesezeit


Zwischen Wutrede und Reichstags-Tanz: Wie kurze Videos Politik auf Knopfdruck verkaufen
Ich sitze im Zug nach Dortmund. Ein Wisch auf meinem Smartphone, und die nächste Abrechnung flimmert über den Bildschirm: Eine Politikerin redet sich im Bundestag in Rage, die Stimme bebt und wird immer schneller, der politische Gegner wird in 45 Sekunden als herzloser Zerstörer von irgendwas entlarvt. Ich wische weiter. Einige Clips später tanzt ein Abgeordneter vor dem Berliner Reichstag zu dröhnendem Rap, während Textzeilen politische Feinde ins Visier nehmen. Die kurzen V

Franz Wegener
29. Sept.4 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest – Teil 6
Wenn die Ausnahme zur Regel wird Wie eine schleichende Transformation über die Wirtschaft hinaus Freiheit, Pluralismus und gesellschaftliche Selbstorganisation verändern kann Begonnen habe ich diese Serie mit einer scheinbar überschaubaren Frage: Soll Berlin die Wohnungen großer Immobilienunternehmen vergesellschaften? Sechs Beiträge später bin ich bei einer viel größeren Frage angekommen. Was geschieht mit einer Gesellschaft, wenn sich nicht nur einzelne Eigentumsverhältniss

Franz Wegener
21. Sept.8 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest — Teil 5
Wo ich staatliches Eigentum akzeptiere — und wo nicht Daseinsvorsorge, natürliche Monopole und die ordoliberale Trennlinie zwischen starkem Staat und staatlicher Wirtschaftslenkung Nach vier Beiträgen, in denen ich Vergesellschaftung, staatliche Investitionslenkung und Eingriffe in die Eigentumsordnung kritisch betrachtet habe, möchte ich an dieser Stelle etwas klarstellen. Ordoliberalismus bedeutet für mich nicht: privat ist immer gut, staatlich ist immer schlecht. Ich will

Franz Wegener
18. Sept.6 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest — Teil 4
Wenn der Staat Unternehmer wird 200 Milliarden Euro, Hayeks Wissensproblem — und die Frage, wer am Ende das Risiko trägt Wenn ich über Industriepolitik diskutiere, stoße ich immer wieder auf einen Satz, der zunächst überzeugend klingt: Wenn Deutschland vor gewaltigen Herausforderungen steht — Klimaneutralität, Digitalisierung, neue Technologien, internationale Konkurrenz —, dann müsse eben der Staat entschlossen investieren und die Transformation steuern. Ich widerspreche die

Franz Wegener
15. Sept.7 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest – Teil 3
Mein radikales ordoliberales Wohnungsprogramm Wie ich Wohnungsnot, Bodenspekulation und hohe Mieten marktwirtschaftlich und sozial bekämpfen würde Was wäre eigentlich radikaler: 220.000 Wohnungen zu vergesellschaften – oder das deutsche Baurecht auf den Kopf zu stellen? Nach den ersten beiden Beiträgen dieser Serie möchte ich die Perspektive wechseln. Ich habe erklärt, warum Vergesellschaftung ordnungspolitisch etwas anderes ist als gewöhnliche Regulierung und weshalb ein Eig

Franz Wegener
13. Sept.7 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest — Teil 2
220.000 Wohnungen wechseln den Eigentümer — aber entsteht dadurch nur eine einzige neue? Warum Vergesellschaftung Berlins Wohnungsnot nicht löst — und weshalb die Knappheit der eigentliche Ausgangspunkt bleiben muss Wenn Verzweiflung auf Politik trifft, haben einfache Parolen Hochkonjunktur- von rechts und von links. Auf dem Berliner Wohnungsmarkt zum Beispiel heißt diese Parole seit Jahren: „Enteignen!" Das Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen" verspricht eine radi

Franz Wegener
9. Sept.10 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest — Teil 1
Eigentum, Staat und die Spielregeln der Freiheit Warum Enteignung, Verstaatlichung und Vergesellschaftung ordnungspolitisch etwas völlig Verschiedenes bedeuten Auch ich habe lange geglaubt, Enteignung, Verstaatlichung und Vergesellschaftung seien vor allem Begriffe für Juristen, politische Theoretiker und wirtschaftswissenschaftliche Vorlesungen. Die Berliner Debatte zeigte jedoch auch mir, wie sehr man sich damit täuschen kann. Seit die Berliner Linke die Vergesellschaftung

Franz Wegener
4. Sept.7 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest
Fallbeispiel: Die Vergesellschaftungsdebatte der Linken aus ordoliberaler Perspektive Wenn ich in den Nachrichten lese, dass in Berlin wieder einmal das Wort „Vergesellschaftung“ als Wundermittel gegen steigende Mieten angepriesen wird, schlagen in meiner Brust zwei Herzen: Eines, das die Wut und Verzweiflung der Wohnungssuchenden zutiefst versteht. Ich hatte bereits in meinen Blogbeiträgen über die Millennials auf die hohen Belastungen dieser Generation hingewiesen. Und eine

Franz Wegener
1. Sept.3 Min. Lesezeit


Wo die Umverteilung an ihre Grenzen stößt: Der Wohlfahrtsstaat ohne Grenzen
Ordoliberale Selbstkritik zwischen Fehlanreizen und dem Wohlfahrtsstaat ohne Grenzen Umverteilung erkenne ich an – gefeiert wird bei mir trotzdem nichts. Gerade weil ich sozialen Ausgleich für notwendig halte, will ich auch auf seine Gefahren und Leistungsgrenzen hinweisen. Freiheit und Ausgleich bedingen sich, aber sie begrenzen sich in meinen Augen auch gegenseitig. Wenn der Anreiz kippt Übersteigt die Steuer- und Abgabenlast ein kritisches Maß, sinkt der Anreiz zu Arbeit,

Franz Wegener
28. Aug.2 Min. Lesezeit


Warum der Ordoliberalismus Umverteilung nicht ablehnt
Über primäre und sekundäre Einkommensverteilung nach Alfred Müller-Armack Aus Sicht vieler Linker ist ein so genannter „neo-liberaler“ oder rein wirtschaftlich geprägter Liberalismus eine Politik, die die Reichen reicher macht, den Sozialstaat schwächt und die Macht des Marktes über die Menschen stellt. Gemeint ist damit oft der Glaube, dass der freie Markt alle Probleme allein lösen will, während er soziale Ungleichheit ignoriert. Das Klischee hält sich hartnäckig – und trif

Franz Wegener
24. Aug.1 Min. Lesezeit


Walter Eucken: Freiheit steht nie allein
Warum Walter Eucken schon vor Jahrzehnten wusste, was unsere Wirtschaft zusammenhält Stell dir vor, du baust ein Haus: Du investierst Zeit in ein bombensicheres Dach (die Demokratie), ziehst stabile Wände hoch (den Rechtsstaat) und legst ein schickes Parkett aus (die freie Marktwirtschaft). Aber den Boden darunter – das Fundament der sozialen Sicherheit – lässt du einfach weg. Klingt nach einem recht kurzen Vergnügen, oder? Spätestens beim ersten Sturm krachen Dach und Wände

Franz Wegener
13. Aug.3 Min. Lesezeit


Von der Frachtnacht zum Handelsprotektionismus
Wenn am Flughafen Köln/Bonn die Fließbänder nie stillstehen – und der Zoll den Binnenmarkt sichert Nach eineinhalbstündiger Anfahrt sind wir heute am Flughafen Köln/Bonn (CGN) angekommen. Wenn man tagsüber durch das Terminal schlendert und auf seinen Flieger wartet, wirkt alles nach der gewohnten Urlaubsidylle. Doch der eigentliche Puls dieses Standorts schlägt nachts – und zwar nicht für Passagiere, sondern im Verborgenen für Tonnen von Fracht, weltweite Lieferketten und den

Franz Wegener
12. Aug.3 Min. Lesezeit


Der Markt braucht eine Ordnung: Warum Ordoliberalismus kein Laissez-faire-Kapitalismus ist
Wenn in politischen Debatten das Wort „Ordoliberalismus“ fällt, kommt bei vielen – besonders bei Leuten, die eher links ticken – sofort ein Bauchgefühl: Das ist doch nur die deutsche Version von „möglichst wenig Staat, freie Bahn für die Starken“. Ungebremster Kapitalismus mit deutschem Akzent. Ich kann das verstehen. Die Assoziation ist hartnäckig und nicht ganz aus der Luft gegriffen, wenn man sich anschaut, wie das Wort manchmal missbraucht wird. Aber sie greift zu kurz. E

Franz Wegener
7. Aug.4 Min. Lesezeit


Was Ordoliberalismus mit Mündigkeit zu tun hat
Wer den Ordoliberalismus nur als deutsche Fußnote zur Wirtschaftsgeschichte kennt – als das theoretische Vorspiel zur sozialen Marktwirtschaft, längst durch modernere Ansätze überholt –, übersieht den Kern der Sache. Für mich ist der Ordoliberalismus vor allem eines: eine Antwort auf die Frage, wie viel man dem Einzelnen zutraut. Und genau diese Frage ist es, die mich in Der gesteuerte Mensch umtreibt, wenn ich den Homo oeconomicus gegen die Verhaltensökonomie verteidige. Die

Franz Wegener
22. Juli3 Min. Lesezeit
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