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Franz Wegener
Aktuelle Perspektiven auf Wirtschaft & Politik
Blog – Aktuelle Perspektiven
In meinem Blog nehme ich aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen unter die Lupe – und frage konsequent: Stärkt das den mündigen Bürger, oder unterwirft es ihn einer neuen Form der Bevormundung? Die Beiträge vertiefen Themen aus meinen Publikationen und ordnen aktuelle Ereignisse in diesen größeren Zusammenhang ein.


Maja Göpel in der Teufelsküche
Warum ich die Einteilung in „gute“ und „böse“ Arbeit ökonomisch für einen Irrweg halte Stellen wir uns einen Wochenmarkt vor. Ein Bauer hat Kartoffeln angebaut. Niemand wird bestreiten, dass er etwas produziert hat. Neben ihm steht aber ein Händler. Der hat die Kartoffeln nicht angebaut. Er hat sie gekauft, transportiert, sortiert, angeboten und verkauft. Wer von beiden hat nun „Wert geschaffen“? Der Bauer? Sicher. Aber der Händler? Oder hat er lediglich abgeschöpft, was ein

Franz Wegener
vor 17 Stunden6 Min. Lesezeit


Organspende: Kann Schweigen Zustimmung bedeuten?
Jetzt greife ich ein heikles Thema auf: Die Diskussion über die sogenannte Widerspruchslösung bei der Organspende bricht in regelmäßigen Abständen erneut aus. Mir ist klar, weshalb das Argument der Befürworter zunächst überzeugend erscheint und von einem humanitären Geist geprägt zu sein scheint: Es mangelt an Spenderorganen, Menschenleben sind in Gefahr, und eine simple Umkehrung der Standardeinstellung – wer zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widerspricht, gilt automatisch als

Franz Wegener
7. Sept.4 Min. Lesezeit


Nur Brot und Milch? – warum der Einkaufswagen trotzdem voll wird
Von Einkaufslisten, Sonderangeboten und der stillen Macht der Umgebung Eigentlich wollte ich nur Brot, Milch und ein paar Äpfel kaufen. So stand es jedenfalls auf meinem Einkaufszettel. Eine überschaubare Angelegenheit. Zehn Minuten, dachte ich. Vielleicht fünfzehn, falls an der Kasse wieder jemand meint, seinen Wocheneinkauf mit Kleingeld bezahlen zu müssen. Eine halbe Stunde später stand ich vor meinem Auto und verstaute zwei Einkaufstaschen im Kofferraum. Neben Brot, Milch

Franz Wegener
9. Aug.5 Min. Lesezeit


Wie wir entscheiden – und wie wir gelenkt werden
Der sanfte Schubs Ein Satz hat in den letzten zwanzig Jahren mehr politische Karriere gemacht als fast jeder andere ökonomische Begriff: der "sanfte Schubs". Ein Nudge. Die Idee dahinter klingt zunächst harmlos, fast fürsorglich: Menschen treffen nicht immer die Entscheidung, die sie selbst als richtig ansehen würden – zu viele Optionen, zu wenig Zeit, zu viele kognitive Abkürzungen. Also gestaltet man die Umgebung so um, dass die vermeintlich bessere Entscheidung leichter fä

Franz Wegener
6. Aug.2 Min. Lesezeit


Warum ich über das Thema Verhaltensökonomie schreibe
Vor einigen Jahren saß immer wieder ein junger Mensch vor mir, der sich im ganzen Durcheinander von Arbeitsagentur und Jobcenter kaum noch zurechtfand. Hier eine Maßnahme, dort ein Gespräch, dann wieder ein neues Schreiben. Am Ende sollte er sich für eine Ausbildung entscheiden. Oft lagen dabei Formulare auf dem Tisch. Manchmal hießen sie auch „Eingliederungsvereinbarung“, manchmal „Kooperationsplan“. Die Namen wechselten, das Grundprinzip blieb häufig gleich: Eine Möglichkei

Franz Wegener
1. Aug.3 Min. Lesezeit


Was Ordoliberalismus mit Mündigkeit zu tun hat
Wer den Ordoliberalismus nur als deutsche Fußnote zur Wirtschaftsgeschichte kennt – als das theoretische Vorspiel zur sozialen Marktwirtschaft, längst durch modernere Ansätze überholt –, übersieht den Kern der Sache. Für mich ist der Ordoliberalismus vor allem eines: eine Antwort auf die Frage, wie viel man dem Einzelnen zutraut. Und genau diese Frage ist es, die mich in Der gesteuerte Mensch umtreibt, wenn ich den Homo oeconomicus gegen die Verhaltensökonomie verteidige. Die

Franz Wegener
22. Juli3 Min. Lesezeit


Warum ich in der Tradition der Freiburger Schule schreibe
Diese Frage stellte mir gestern ein junger Mann. Gerne will ich sie beantworten: Wenn Leser meine beiden Bücher nebeneinander legen – „Machtinstrument Zoll" über Handelspolitik und Geopolitik, „Der gesteuerte Mensch" über Verhaltensökonomie und den Homo oeconomicus –, könnte der Eindruck entstehen, hier schreibe jemand über zwei völlig unterschiedliche Themen. Tatsächlich verbindet beide Bücher dieselbe Grundüberzeugung. Sie kommt aus einer wirtschaftswissenschaftlichen Tradi

Franz Wegener
9. Juli3 Min. Lesezeit


Wer schreibt hier eigentlich?
Mein Name ist Franz Wegener, Jahrgang 1964, und ich bin Diplom-Ökonom. Studiert habe ich an der Ruhr-Universität Bochum – mit Auszeichnung, spezialisiert auf Außenwirtschaftstheorie und -politik, Volkswirtschaftspolitik sowie Organisations- und Methodenlehre. Geprägt hat mich dabei vor allem einer meiner akademischen Lehrer, der Ökonom Hans Besters. Von ihm habe ich eine Überzeugung mitgenommen, die mein Schreiben bis heute trägt: Gute Ökonomie muss wirklichkeitsnah sein, the

Franz Wegener
6. Juli3 Min. Lesezeit
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