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Franz Wegener
Aktuelle Perspektiven auf Wirtschaft & Politik
Blog – Aktuelle Perspektiven
In meinem Blog nehme ich aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und wirtschaftspolitische Entscheidungen unter die Lupe – und frage konsequent: Stärkt das den mündigen Bürger, oder unterwirft es ihn einer neuen Form der Bevormundung? Die Beiträge vertiefen Themen aus meinen Publikationen und ordnen aktuelle Ereignisse in diesen größeren Zusammenhang ein.


Moral braucht Gegenmacht
Warum eine freie Gesellschaft Tugenden begrenzen muss In den beiden vorhergehenden Beiträgen meiner kleinen Reihe ging es um einen Gedanken, der zunächst fast widersinnig klingt: Auch gute Werte können gefährlich werden. Nicht weil Loyalität, Toleranz, Sicherheit oder Gerechtigkeit plötzlich schlechte Eigenschaften wären. Sondern weil ein Wert seine eigene Grenze verlieren kann. Aus Loyalität ohne Kritik wird unguter Korpsgeist, aus Sicherheit ohne Freiheit wird Kontrolle und

Franz Wegener
vor 4 Tagen9 Min. Lesezeit


Wenn das Gute kippt
Fünf Tugenden und ihre gefährliche Überdosierung Im ersten Teil meiner kleinen Reihe ging es mir um einen zunächst unbequemen Gedanken: Auch Tugenden besitzen Grenzen. Aristoteles nannte das die Lehre vom rechten Maß. Das Wertequadrat formuliert denselben Gedanken moderner: Ein Wert benötigt einen positiven Gegenwert, damit er nicht in seine „entwertete Übertreibung“ kippt. Und mit Paracelsus habe ich das Prinzip zugespitzt auf eine einfache Formel gebracht: Nicht allein die

Franz Wegener
2. Okt.8 Min. Lesezeit


Kapitalrente: vernünftige Vorsorge oder staatliches Self-Nudging?
Wenn der Staat für uns vorsorgt – und dabei zugleich entscheidet, wie viel Entscheidung er uns noch zutraut Stellen wir uns einen Arbeitnehmer im Jahr 2028 vor. Er öffnet seine Gehaltsabrechnung und entdeckt einen neuen Posten. Ein halbes Prozent mehr für die Altersvorsorge. Später soll daraus mehr werden. Sein Arbeitgeber zahlt ebenfalls ein. Das Geld verschwindet nicht im großen Topf der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern landet auf seinem persönlichen Kapitalkonto un

Franz Wegener
27. Sept.6 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest — Teil 5
Wo ich staatliches Eigentum akzeptiere — und wo nicht Daseinsvorsorge, natürliche Monopole und die ordoliberale Trennlinie zwischen starkem Staat und staatlicher Wirtschaftslenkung Nach vier Beiträgen, in denen ich Vergesellschaftung, staatliche Investitionslenkung und Eingriffe in die Eigentumsordnung kritisch betrachtet habe, möchte ich an dieser Stelle etwas klarstellen. Ordoliberalismus bedeutet für mich nicht: privat ist immer gut, staatlich ist immer schlecht. Ich will

Franz Wegener
18. Sept.6 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest — Teil 1
Eigentum, Staat und die Spielregeln der Freiheit Warum Enteignung, Verstaatlichung und Vergesellschaftung ordnungspolitisch etwas völlig Verschiedenes bedeuten Auch ich habe lange geglaubt, Enteignung, Verstaatlichung und Vergesellschaftung seien vor allem Begriffe für Juristen, politische Theoretiker und wirtschaftswissenschaftliche Vorlesungen. Die Berliner Debatte zeigte jedoch auch mir, wie sehr man sich damit täuschen kann. Seit die Berliner Linke die Vergesellschaftung

Franz Wegener
4. Sept.7 Min. Lesezeit


Freiheit und Ordnung im Praxistest
Fallbeispiel: Die Vergesellschaftungsdebatte der Linken aus ordoliberaler Perspektive Wenn ich in den Nachrichten lese, dass in Berlin wieder einmal das Wort „Vergesellschaftung“ als Wundermittel gegen steigende Mieten angepriesen wird, schlagen in meiner Brust zwei Herzen: Eines, das die Wut und Verzweiflung der Wohnungssuchenden zutiefst versteht. Ich hatte bereits in meinen Blogbeiträgen über die Millennials auf die hohen Belastungen dieser Generation hingewiesen. Und eine

Franz Wegener
1. Sept.3 Min. Lesezeit


Der Markt braucht eine Ordnung: Warum Ordoliberalismus kein Laissez-faire-Kapitalismus ist
Wenn in politischen Debatten das Wort „Ordoliberalismus“ fällt, kommt bei vielen – besonders bei Leuten, die eher links ticken – sofort ein Bauchgefühl: Das ist doch nur die deutsche Version von „möglichst wenig Staat, freie Bahn für die Starken“. Ungebremster Kapitalismus mit deutschem Akzent. Ich kann das verstehen. Die Assoziation ist hartnäckig und nicht ganz aus der Luft gegriffen, wenn man sich anschaut, wie das Wort manchmal missbraucht wird. Aber sie greift zu kurz. E

Franz Wegener
7. Aug.4 Min. Lesezeit


Was Ordoliberalismus mit Mündigkeit zu tun hat
Wer den Ordoliberalismus nur als deutsche Fußnote zur Wirtschaftsgeschichte kennt – als das theoretische Vorspiel zur sozialen Marktwirtschaft, längst durch modernere Ansätze überholt –, übersieht den Kern der Sache. Für mich ist der Ordoliberalismus vor allem eines: eine Antwort auf die Frage, wie viel man dem Einzelnen zutraut. Und genau diese Frage ist es, die mich in Der gesteuerte Mensch umtreibt, wenn ich den Homo oeconomicus gegen die Verhaltensökonomie verteidige. Die

Franz Wegener
22. Juli3 Min. Lesezeit
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